Kaputter Hasseler Weg in Herten: Sanierung in Sicht?
Der Hasseler Weg in Herten ist ein Ärgernis für Fußgänger und Rollator-Nutzer. Steht eine Sanierung bevor? Wir werfen einen Blick auf die aktuelle Situation und mögliche Lösungen.
Es ist kaum zu fassen, dass der Hasseler Weg in Herten seit Jahren in einem derartigen Zustand ist, dass Menschen mit Rollatoren kaum eine Chance haben, diesen unbeschadet zu begehen. Wer hier versucht, seine täglichen Wege zu meistern, fühlt sich, als würde er sich im Slalom durch ein Minenfeld bewegen. Es ist höchste Zeit, dass dieser Weg saniert wird, denn die Kirche sollte doch auch für die Rentner da sein.
Zunächst einmal, was macht den Hasseler Weg so problematisch? Ein erheblicher Teil der Strecke ist von Rissen und Löchern durchzogen, die nicht nur eine Gefahr für die Fußgänger darstellen, sondern auch für Menschen, die auf Rollatoren angewiesen sind. Diese Gruppe muss sich bereits im Alltag unzähligen Herausforderungen stellen, da kommen derartige Hürden wie ein zusätzlicher Schlag ins Gesicht. Ein unebener Boden ist nicht nur unangenehm, er kann auch die Mobilität gefährden. Es ist fast schon ironisch, dass ein Weg, der für das Gehen gedacht ist, so wenige Menschen tatsächlich sicher tragen kann.
Darüber hinaus ist es verwunderlich, dass in einer Stadt wie Herten, die sich bemüht, als lebenswert zu gelten, solche Missstände immer noch toleriert werden. Eine anständige Infrastruktur ist entscheidend für das Wohlbefinden der Bürger, und es ist kaum übertrieben zu behaupten, dass der Hasseler Weg das Gegenteil davon verkörpert. Die Stadt hat die Verantwortung, für ihre Bürger zu sorgen, und das umfasst nicht nur neue Bauprojekte, sondern auch die Instandhaltung bestehender Wege. Ein klapperndes Gerüst um einen alten Weg, das ist nicht das Bild, das man sich in einem modernen Stadtbild wünscht.
Man könnte entgegenhalten, dass das city budgeting oft eng ist und Prioritäten gesetzt werden müssen. Aber sollten wir wirklich daran sparen, die Sicherheit und Lebensqualität unserer Mitbürger zu gewährleisten? Es ist geradezu skandalös, dass Sanierungen oft erst dann ernsthaft in Betracht gezogen werden, wenn eine lokale Zeitung darüber berichtet oder eine Petition gestartet wird. Letztlich ist es nicht nur eine Frage des Geldes; es geht um die Werte, die wir als Gesellschaft vertreten. Warum wird der Hasseler Weg nicht als erstes angegangen? Hier haben wir es nicht nur mit einem physischen Zustand zu tun, sondern auch mit einem Symbol dafür, wie wir als Gesellschaft mit den Schwächeren umgehen.
Ein weiterer Punkt, den es zu bedenken gilt, ist die soziale Gerechtigkeit. Wenn in einer Stadt die Straßen nur für die Mobilen und Fitten optimiert werden, stellt sich die Frage, ob wir als Gesellschaft unser Augenmerk auf die wirklich wichtigen Dinge richten. Wir müssen Infrastruktur entwickeln, die für alle zugänglich ist, und das schließt auch die älteren Menschen und Menschen mit Behinderungen mit ein. Sie haben ebenso ein Recht darauf, sicher und komfortabel von A nach B zu gelangen.
Wird nun also der Hasseler Weg endlich saniert? Die Stimmung in der Stadtverwaltung deutet auf ein Umdenken hin. Pläne scheinen in der Schublade zu verschwinden und es gibt Stimmen, die nach einer Neugestaltung und Instandsetzung rufen. Doch wie oft haben wir das schon gehört? Es bleibt abzuwarten, ob dieser Weg mehr als nur ein Lippenbekenntnis bleibt.